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Yorum


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Dakar, Senegal 2007 01
30.09.2007 Die letzten Stunden war nicht viel zu sehen, über den Wolken ist der Himmel blau und unten sind die Wolken weiß. Ab und zu eine Lücke und darunter eine beige-braune Landschaft. Jetzt geht es abwärts, etwas zu schnell, ich spüre den Druck in den Ohren aber vielleicht gewöhnt man sich daran wenn man öfter fliegt. Das Essen bei Brussels Air war besser als ich es erwartet hatte nur so kleine Bierdosen hatte ich vorher noch nie gesehen allerdings gibt es anscheinend keine Mengenbegrenzung. Jedesmal wenn ich die Dose auf die linke Seite in Richtung Gang stelle fragt eine freundliche Stewardesse ob ich noch eines möchte. Wir sind unterhalb der Wolken und Dakar ist zu sehen, ich denke abgesehen vom Meer kännte das auch Bucuresti sein. Auf den Monitoren in der Maschine erscheinen abwechselnd die wichtigsten Daten. Während des Fluges die zurückgelegte Strecke und was noch übrig ist, Uhrzeit am Start- und Zielort, Außentemperatur, Flughöhe Geschwindigkeit in Französich, Englisch und Flaams, dazwischen Landkarten die anzeigen wo wir gerade sind. Am Boden ist die Temperatur 29°, nicht besonders aufregend, vor ein paar tagen hatte ich in Rumänien noch 37°. Allerdings ist es in Rumänien warm und trocken und sofort beim Aussteigen spüre ich was warm und feucht für einen Unterschied macht. Das Flughafengebäude sieht aus wie ein Bahnhof in Osteuropa, grau und nicht gerade einladend. Die Adresse des Hotels war in meiner Reisetasche und als der Zöllner nach meinem Aufenthaltsort fragte fiel mir der Name nicht ein aber er war mit Yoff zufrieden. Auf dem Gepäckband kam alles Mögliche nur nicht meine Tasche. Die Zeit nutzten ein paar Kofferkulis um mir ihre Dienste anzubieten. Ich erklärte ihnen, daß ich noch nicht zu alt sei um meine Tasche selbst zu tragen. Das haben sie auch akzeptiert oder zumindest eingesehen, daß es eine Beleidigung wäre sich aufzudrängen. Noch vor dem Ausgang warteten die Geldwechsler wie die Aasgeier auf die Touristen aus Europa, allerdings war das in den meisten Fällen umsonst. Ich hatte ein paar Euros und Traveller-Cheques und nicht die Absicht jemand zu einem guten Geschäft zu verhelfen. Außer Kofferkulis und Geldwechslern sind da noch Leute die einem zum Taxi bringen, die Stadt oder das ganze Land zeigen wollen. Natürlich bringe ich jede Menge Eindrücke von hier mit, vielleicht auch ein paar Souvenirs aber das war nicht der Zweck dieser Reise. Irgendwo in dem Durcheinander war auch ein Taxifahrer der mich abholen sollte, was ich aber nicht wußte und offensichtlich bin ich ihm auch nicht aufgefallen trotzdem außer mir fast niemand weiß war. Nachdem ich in aller Ruhe meine erste Zigarette nach sieben Stunden geraucht hatte ließ ich mir doch ein Taxi besorgen. Keur Mouna hieß das Hotel, was dem Taxifahrer aber nichts sagte. Er fragte aber nach der Telefonnummer um anzurufen und sich den Weg erklären zu lassen. Es war nicht besonders schwer zu finden aber als wir dort waren mußte ich es ihm sagen damit er nicht daran vorbeifährt. Na ja, er konnte nicht so wie ich dreißig Jahre Erfahrung im Suchen fremder Adressen haben, dazu war er einfach zu jung und die entsprechende Nachsicht schien mir angebracht. Alain, mit ihm hatte ich wegen der Resevierung telefoniert, war sofort zur Stelle um mir mit dem Gepäck helfen zu lassen was ich aber nicht zulassen konnte, ca. vierzig Kilo am Stück erschienen mir für das Mädchen zu schwer. Wie schon beim Zoll ging die Anmeldung sehr schnell und Alain erklärte mir, daß das Zimmer das er mir angeboten hatte belegt sei aber es gäbe noch zwei freie Zimmer die er mir gern zeigen würde. Ich hatte die Wahl zwischen einem Zimmer mit Ventilator und Bad auf dem Flur für 580,- Euro oder Klimaanlage, Ventilator und Bad im Zimmer für 720,- Euro. Angesichts des Klimas entschied ich mich für die Klimaanlage. Die Preise sind für zwölf tage mit Vollpension wobei leider die Bar nicht eingeschlossen ist. Das Wort Komfort hat hier offensichtlich eine andere Bedeutung als in Europa. Es scheint alles etwas Schmuddelig, wer in dieser Beziehung empfindlich ist sollte sich lieber ein anderes Hotel suchen. Wem es darum geht dieses Land und die Leute kennen zu lernen der ist hier aber gut aufgehoben. Die Idee warmes Wasser zum duschen zu haben hat sich sofort erledigt als ich sah, daß es nur eine Wasserleitung gibt die sowohl Waschbecken und Toilette als auch die Dusche versorgt. Bei diesem Klima ist eine Abkühlung aber ganz angenehm. Die Tür vom Zimmer zur Dusche schließt nicht. Gut, dann bleibt sie eben auf, dann ist das Bad auch klimatisiert. Auf der anderen seite der Straße ist eine große Freifläche die fast komplett mit Müll bedeckt ist. Ein paar Leute suchen nach irgendetwas brauchbarem, andere kommen mit Pferdewagen oder etwas das vor langer Zeit ein Auto war und laden ihren Müll ab. Bauschutt, Altmetall, Papier oder Kuststoff, alles Dinge die sich wiederverwerten lassen aber hier ist Afrika. Ich habe mir sagen lassen, daß es hier noch relativ gut aussieht. Hinter der Müllhalde ist der Friedhof, der zumindest von hier aus gepflegt aussieht. Man muß nicht unbedingt in diese Richtung sehen, weiter rechts führt die Straße direkt zum Meer, es sind nur ein paarhundert Meter. Die Straße ist geteert aber das sieht man nur an den Fahrspuren der Autos, ansonsten ist hier alles von Sand bedekt den der Wind vom Strand herbringt. Das einheimische Bier wird wohl jedem deutschen Biertrinker die Haare zu Berge stehen lassen, gekühlt schmekt es nach garnichts und wenn es warm ist fällt es mir schwer Worte zu finden. Jedenfalls ist es trinkbar und die Drehzahl ist mit 4,2% ausreichend angesichts des Klimas. Alles was man bisher als Minuspunkt werten könnte wird durch das Essen mehr als ausgeglichen. Nach Südeuropäischem Vorbild gab es erst Baguette und einen reichhaltigen Salatteller, Tomaten, Zwiebeln, Paprika rot und grün, Möhren das alles auf Salatbättern mit einer Salatsauce die außer Essig,Öl, Salz und Pfeffer noch etwas enthielt aber ich muß ja nicht alles wissen. Für sich genommen wäre das schon genug gewesen aber es gab noch einen ganzen gebratenen Fisch mit Pommes Frites. Tagsüber ist hier viel Verkehr, man ist zu Fuß unterwegs, mit Taxis, Transport commune (kleine Busse die fahren wenn sie voll sind) oder auch mit Pferdewagen. Ein buntes Bild daß man einfach gesehen haben muß. Die meisten Fahrzeuge würden eine deutsche HU wohl nicht überstehen, einige wahrscheinlich sogar den Prüfer zum Herzinfarkt bringen. Alain sagt man regelt das mit ein paar Scheinen. Es gibt kaum Autos die nicht rundherum verbeult und verkratzt sind und große Sprünge in der Windschutzscheibe sind hier ganz normal. Hauptsache es bewegt sich noch, dann kann man auch fahren. Abends wenn es dunkel und etwas kühler wird, wird es erst richtig lebendig. Die Bar unten war bis Mitternacht gut besucht und obwohl ich da schon längst im Bett lag war es doch gut zu hören, Schallisolation gibt es nicht. Mit mir redet man Französisch, was auch abgesehen von gelegentlichen Nachfragen ganz gut klappt. Unter sich sprechen die Leute meist Wolof dann verstehe ich fast nichts aber das wegen zwölf Tagen zu lernen ist wohl doch zu viel Aufwand. Bisher bin ich zufrieden auch wenn der Preis mir nicht ganz angemessen scheint. Im Vergleich zu Club Med zahle ich weniger als die Hälfte und ich bin nicht in einem eingezäunten Touristendorf sondern mittendrin, genau das was ich wollte.
25 Ay önce hazırlandı

Yorum ekle

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